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Sonne zur Premiere des RheinMainCityRace

War tags zuvor noch Regen angekündigt, zeigte sich das Wetter zur Premiere des RheinMainCityRace von seiner besten Seite: gut 20 Grad und weitgehend sonnig – perfekt zum Laufen. Die sehr gute Organisation vom Veranstalter ol-rhein-main.de und dem Ausrichter Gymnasion Offenbach sorgte für einen nahezu reibungslosen Ablauf der Veranstaltung; lediglich die vergleichsweise geringe Teilnehmerzahl war ein kleiner Wermutstropfen.<--break- />

Direkt nach dem Start hieß es volle Konzentration für die Läufer/innen, wollte man in dem sehr feinteiligen ehemaligen Naturlehrgarten mit seinen undurchdringlichen Beständen und vielen kleinen Pfaden nicht gleich den Überblick zu verlieren. Hierdurch konnte man nicht so leicht in die Karte finden und vorausplanen, was vom Bahnleger Jesús Hervás Lucas durchaus beabsichtigt war.

 

Im Anschluss ging es gen (Süd-)Westen in das offenere Gelände. Ein Gewerbeareal mit vielen Supermärkten und Dienstleistungsbetrieben sowie angrenzend mehreren Hochhauskomplexen, die allesamt teils durch Zäune getrennt, teils mit diversen Durchgängen verbunden waren, boten interessante Routenwahlen. Wer hier nicht auf der falschen Seite des Zaunes stehen wollte, sollte seine Route im Vorfeld gut durchdacht haben.

Im weiteren Verlauf ging es in den der Karte ihren Namen gebenden Wetterpark mit seinen meteorologischen Schauobjekten und dem knapp 15 m hohen Wetterparkturm, auf dessen Aussichtsplattform auch ein Posten aufzusuchen war. Auf dem Weg Richtung Ziel ging es dann erneut durch Siedlungsgebiet, das hier teils von Einfamilienhäusern, teils von größeren Wohnhäusern mit interessanten Garagenhöfen geprägt ist.

Unmittelbar vor dem Zieleinlauf in der Grundschule am Buchhügel standen im Schulhof noch mehrere Posten auf engem Raum verteilt. Für die schon recht verausgabten Läufer bedeutet das, sich noch einmal richtig zu konzentrieren, um nicht auf den letzten Metern noch einen Fehlstempel zu riskieren.

 

Am Ende des Tages waren sich alle Teilnehmer/innen einig, dass es lang war, aber sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll – und man gerne 2019 zur Neuauflage nach Darmstadt kommen möchte. Veranstalter und Ausrichter haben jedenfalls ihr Bestes gegeben, um den Sportler/innen ein spannendes Rennen mit technisch anspruchsvollen Bahnen und interessanten Routenwahlen zu bieten.

 

Konnte sich in der Damen-Elite nicht unerwartet die Vorjahressiegerin der Deutschen Park Tour Sabine Rothaug (OSC Kassel) deutlich durchsetzen, so gewann in der Herren-Elite überraschend der vereinslose Fabio Marsoner das Gesamtergebnis - wenn auch bei Fehlen der Top-Sprinter. Für die DPT-Wertung geht der Spitzenplatz daher an den Gesamtzweiten Jakob Schach (SV Wannweil).

 

Am darauffolgenden Sonntag ging es dann auf der Offenbacher Rosenhöhe zu einer verlängerten Mitteldistanz bei den Offenen Offenbach-Dietzenbacher Vereinsmeisterschaften den Wald, die der OLV Steinberg ausrichtete.

Vor allem die Westhälfte des Kartengebietes ist von vielen Bombentrichtern geprägt, die sich als hervorragende Postenstandorte erwiesen – ragt doch der Posten gerade nicht aus selbigen hervor, was sehr genaue Feinorientierung im Postenraum erfordert. Mit ihrem Mix aus kurzen Postenverbindungen im feindetaillierten Gelände mit wenigen langen Schlägen war die Bahnlegung typisch für eine Mitteldistanz und ließ keine Routine aufkommen, so dass die Strecken für die Läufer/innen abwechslungsreich waren.

Auch wenn sie selbst etwas mit ihrer Leistung haderte, konnte sich in der Damen Elite erneut Sabine Rothaug vom OSC Kassel durchsetzen. Der Vortagessieger der Herren, Fabio Marsoner, konnte das Rennen leider nicht beenden, so dass der Wannweiler Jakob Schach hier ganz oben auf das Treppchen laufen konnte.

Text: Sven Göbel
Fotos: Anja Sebastian, Jakob Doetsch