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Internationales Dorf

Am vergangenen Wochenende liessen fast 200 Läufer/innen aus der ganzen Welt Arheilgen, ein ehemals kleines Dorf, das heute Stadtteil von Darmstadt ist, international werden. Der Doppelsprint war schließlich Bestandteil des RheinMainCityRace-Wochenendes, das gemeinsam von ol-rhein-main.de und dem OLV Steinberg ausgerichtet wurde.


Auf interessanten Bahnen ging es bei strahlendem Sonnenschein und sehr sommerlichen Temperaturen erst durch den Osten und dann den Westen von Arheilgen, wobei der erste Durchgang etwas laufbetonter war und der Fokus vor allem auf Routenwahlen lag, um am Ende nicht auf der falschen Zaunseite zu stehen.
 

Das Gelände des zweiten Durchgangs hatte dann etwas vom Flair eines olympischen Dorfes mit modernen, teils ringförmig angelegten, Wohnanlagen und dem nach Westen begrenzenden Lärmschutzwall, der mit seiner dünenartigen Struktur für ein wenig Küstenflair im Herzen von Deutschland sorgte. Eine lange Rutsche beschleunigte dann auch für einige den Weg nach unten, war diese doch explizit als "optimale Route" beschildert, so dass davon auch rege Gebrauch gemacht wurde.
 

Durch die engen Durchgänge und verwinkelten Innenhöfe war nun deutlich mehr Feinorientierung und Kartenarbeit gefragt. Die teils knifflige Bahnlegung führte jedoch bei einigen Läufer/innen zu Fehlern, die sich in den Ergebnissen niederschlugen. Am Ende konnte sich bei den Damen die Seriensiegerin Sabine Rothaug vom OSC Kassel durchsetzen, die ebenso auch das CityRace am Folgetag sowie die Gesamtwertung für sich entscheiden konnte. In der Herren-Elite konnte sich überraschend Paul Pasda vom USV Jena auch gegen die internationale Konkurrenz behaupten und am Ende wohlverdient auf dem Treppchen ganz oben stehen.
 

Am Sonntag ging es dann für die Teilnehmer/innen beim RheinMainCityRace auf technisch wie physisch fordernde Bahnen im Martinsviertel und der Darmstädter Innenstadt. Die Eliteklassen hatten dabei zweistellige Kilometerdistanzen mit teils knapp 50 Posten fehlerfrei zu absolvieren, auf denen sich schnelle Laufpassagen mit Feinorientierung in Passagen und Innenhöfen, teils über mehrere Ebenen, abwechselten.

Alle Teilnehmer/innen - vor allem auch die internationalen Gästen - zeigten sich sehr beeindruckt von dem interessanten und abwechslungsreichen Sprint-OL-Programm, das an diesem Wochenende geboten wurde und freuen sich auf eine Neuauflage der Veranstaltung. Im kommenden Jahr ist die Ausrichtung noch fraglich, aber in 2021 steht Mainz bereit, den deutschen Sprint-OL wieder international zu präsentieren.

Text: Sven Göbel
Fotos: Georg Hinkel, Julia Schlei
Karte: (C) OLV Steinberg 

 

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